UN-Umweltkonferenz in Nairobi

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Die Vermüllung der Meere steht auf dem diesjährigen Programm der fünftägigen UN-Umweltkonferenz in Nairobi, die heuer zum vierten Mal stattfand. Staats- und Regierungschefs aus aller Welt nahmen daran teil, um sich mit dem Thema der Umweltfrage auseinander zu setzen. 

Die aktuelle, jedoch sehr bedenkliche Situation zeigt, dass inzwischen mehr als 100 Millionen Tonnen Abfall in den Meeren unseres Kontinentes gelandet sind. Schätzungen zufolge kommen jedes Jahr weitere zehn Millionen Tonnen hinzu. Die Lebensräume für diverse Fischarten, Meeressäuger und Seevögel werden folglich stark eingeschränkt. Außerdem hat diese globale Verschmutzung mit Plastik enorme Folgen. Denn somit besteht die Gefahr, dass sich Tiere in alten Netzen verfangen oder den für sie unverdaulichen Müll mit ihrer eigenen gewohnten Nahrung verwechseln. Zerfällt der Abfall in winzige Mikroplastikpartikel, kann er über die Nahrungskette auch auf den Tellern der Menschen landen.

Um einen Schritt in eine „müllfreie“ Richtung zu machen, braucht es weitere Anstrengungen und viele Diskussionen, wie mit der aktuellen Situation umgegangen wird. So ist die Konferenz in Nairobi ein wichtiger Faktor, um sich diesen Überlegungen vertiefend zu widmen. Ziel der Konferenz ist die Plastik-Ablagerungen in den Ozeanen bis 2030 zu stoppen.

Am 15. März 2019 demonstrierten tausende Menschen, vor allem Jugendliche und Schüler*innen, in 90 Ländern der Welt gegen die aktuelle Klimapolitik. Ausschlaggebend dafür war die seit über 10 Jahre weltweit anhaltende Diskussion der Politiker*innen über die Klimakrise und ihre Auswirkungen auf den Planeten und auf ihre einzelnen Individuen. Noch ist stark umstritten und unklar, wie die einzelnen Konzepte der Umsetzung gegen die Klimakrise konkret gestaltet werden sollen. Die Schlüsselfigur für die weltweiten Demonstrationen ist die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg, die im vergangenen Sommer den Schulstreik für das Klima ins Leben gerufen hat. So entstand eine weltweite Protestwelle gegen das Zögern der Politik in puncto Umweltschutz. Kürzlich wurde die 16-jährige Galionsfigur für ihr Engagement sogar für den Friedensnobelpreis nominiert.

Auch für unsere Partnerorganisation Mt. Zion in Emali und deren Klient*innen ist Klima- und Umweltschutz von großer Relevanz. Müll wird in Emali häufig verbrannt, weil die staatliche Müllentsorgung weitgehend fehlt. Die giftigen Dämpfe belasten die Menschen. Die vom HI-Virus betroffenen Kinder, Frauen und Männer in Emali sollten aber wegen ihrer Immunerkrankung eine möglichst schadstofffreie Umgebung vorfinden. Wir hoffen, dass die UN-Umweltversammlung in Nairobi zur Umsetzung einzelner Klimafragen Früchte trägt und dies der erste Schritt in eine gesündere und umweltbewusstere Zukunft sein wird.