Hilfsmaßnahmen

Zusammen mit unseren kenianischen Projektpartnern von der ortsansässigen CBO Mt. Zion haben wir ein umfassendes Hilfsprogramm erarbeitet. Alle Einzelteile dieses Programms beziehen sich inhaltlich aufeinander um größtmögliche Effizienz zu gewährleisten: 
  1. Selbsthilfegruppen
    HIV-positive Menschen aus und um Emali erhalten die Möglichkeit, sich in Selbsthilfegruppen zu organisieren. Diese Struktur ermöglicht es die Ausgrenzung zu überwinden und bietet Unterstützung in psychischer, sozialer sowie wirtschaftlicher Hinsicht.

  2. Arbeitstrainings
    Die Mitglieder der Selbsthilfegruppen durchlaufen ein Trainingsprogramm, welches sie sowohl in der Zusammenarbeit unterstützt als auch auf ihre Situation als KreditnehmerInnen vorbereitet. Ein Arbeitstrainings zum Beispiel zur Köchin, Friseurin oder für die Landwirtschaft ermöglicht es den späteren KreditnehmerInnen, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten gezielt zu erweitern und so andere lukrative Einkommensquellen zu erschließen.

  3. Mikrokredite
    Nach absolviertem Arbeitstraining erhalten die Betroffenen individuell je nach ihren Vorkenntnissen und der Machbarkeit ihrer Geschäftsideen Kredite. Die Gruppenmitglieder bürgen gegenseitig für ihre Kredite.
    Dies ermöglicht ihnen den schrittweisen Aufbau eines eigenen, kleinen Unternehmens und stärkt somit die lokale und regionale Wirtschaft. Die Menschen lernen im Bezug auf Wirtschaftskenntnisse und im speziellen auf den Umgang mit Geld dazu. Die Kredite werden wöchentlich innerhalb der zuvor festgesetzten Laufzeit zurückbezahlt.

  4. Medizinische Grundversorgung
    Um dauerhaft der Armut entfliehen zu können, ist es notwendig gesundheitlich stabil zu sein. Dieser Aspekt ist auch für die wirtschaftliche Unabhängigkeit ein sehr bedeutender Faktor. Aus diesem Grund bietet Mt. Zion in der vereinseigenen Klinik eine kostenlose medizinische Grundversorgung für KreditnehmerInnen und deren Familien an.

  5. HIV-Prävention und Aufklärung
    Ziel dieser Maßnahmen ist eine Verhaltensänderung im Bezug auf HIV/AIDS, um die weitere Ausbreitung des Virus einzudämmen. In Form von Gesundheitstrainings werden Betroffene, Gefährdete und Interessierte über HIV/AIDS und den Umgang damit geschult.

Die genannten Hilfsmaßnahmen wirken vor allem hinsichtlich der übergeordneten Ziele Armutsbekämpfung und der HIV-Prävention. Um die individuelle Situation einer Person nachhaltig zu verbessern, ist eine Stärkung der sozialen, wirtschaftlichen und gesundheitlichen Kompetenzen unabdingbar. Deshalb versuchen Daraja und Mt. Zion den Bedürfnissen der Betroffenen auf allen Ebenen möglichst gerecht zu werden.